NaturErlebnisRaum

Schüler brauchen Orte des Wachsens und Werdens, Erlebens und Entdeckens, des sich Erfahrens - kurzum des Menschwerdens. Im unmittelbaren Kontakt mit der Natur können Kinder und Jugendliche genau dies tun. Dazu braucht es Sand und Steine, Holz und Wasser und Pflanzen.

 


Wir wollen ein Projekt für Schüler mit erhöhtem Assistenzbedarf gemeinsam mit den Schülern, den Eltern, den Lehrern und Schülern aus der benachbarten Schule umsetzen. Es soll ein besonderer Raum rund um die Schule entstehen, der naturnah geplant, gebaut und gepflegt wird – ein NaturErlebnisRaum, ein Garten der als Unterrichtsraum genutzt wird und in dem sich unsere Schüler besonders entwickeln und wohlfühlen können.

 

Der Anfang...

Das Schulgebäude der Hans Müller-Wiedemann Schule wurde vor ca. 10 Jahren gebaut. Das Gelände um das Schulgebäude herum wurde aus Geldmangel nur rudimentär hergestellt. Inzwischen sind Jahre vergangen und die Idee wurde entwickelt einen NaturErlebnisRaum gemeinsam mit den Schülern zu planen, umzusetzen und zu pflegen.

Eine Gartengestalterin und eine eigens dafür bestellte Planungsgruppe hat gemeinsam mit den Schülern, den Lehrern und interessierten Eltern die Planung erstellt. Spezifische Einschränkungen der Schüler wie beispielsweise Abhängigkeit von einem Rollstuhl müssen in der Gesamtplanung berücksichtigt werden. Bei der Auswahl von Spiel- und Gestaltungselementen sollten in der Regel solche bevorzugt werden, welche viele Funktionen gleichzeitig erfüllen.

Unser Ziel

Wollbienen, Wiesenhummeln und Widderchen laden zum Verweilen ein und begeistern Schüler jeden Alters. Ob streng formal oder eher verspielt: immer bringen heimische  Wildpflanzen das Üppige, das überraschend Dynamische, das Lebendige in den NaturErlebnisGarten. Und diesen Pflanzen folgen die Tiere, im immerwährenden Wechselspiel allen Lebens. So wird das Fleckchen Erde auf unserem Schulgelände zum NaturErlebnisGarten, zur Heimat für Mensch und Tier.

Wildblumen sind pflegleicht, kostengünstig und ökologisch sinnvoll. In Zeiten des Klimawandels fast schon ein Muss.  Denn die heimischen  Arten vertragen Trockenheit, Dauerstress oder Wassermassen besser als fremdländischer Flor. Sie sind gewappnet gegen Katastrophen jeglicher Art mit Ihrer Fähigkeit sich auszusäen und natürlich zu verbreiten.  Das macht sie zu nachhaltigen Begleitern von Plätzen und Garten-, Spiel und Unterrichtsbereichen.

Unsere Schüler sind von Anfang an Hauptakteure im Prozess, Ihre Wünsche wie Schaukel, Hütte zum Spielen, Rollstuhlweg, Ballspielplatz, Wasserspiele usw. wurden in die Planung mit einbezogen. Auf der anderen Seite konnten auch Wünsche der Lehrer und Eltern wie Lehmbackofen, grünes Klassenzimmer, Bauplatz, Festplatz mit Feuerstelle, Naschgarten mit Obst, Vogelnestschaukel, Klettergerüst und verschiedene Hügel mit berücksichtigt werden.

Der ganze Prozess, von der Idee über die Ausführung bis zur Pflege ist ein gemeinsamer Prozess, der vor allem die Schüler ganz individuell herausfordern und stärken wird. Es entstehen ein Festplatz für die Schulgemeinschaft, Räume für Spiel und Bewegung, Ruhe und Kommunikation, Naturerlebnis und Artenschutz, Sinneserfahrung, Kunst und Kreativität und naturnahe Gartenbereiche.

Geplante Schritte

Eine Gartengruppe hat sich gebildet, die Wünsche der Schüler, Eltern und Lehrer wurden gesammelt und sortiert. Eine Gartenplanerin die nach ganz bestimmten Richtlinien nach dem sogenannten „Dillinger Modell“ arbeitet, wurde beauftragt. Die Kinder haben mit Ihren Lehrern in den Klassen Modelle aus Naturmaterialien erstellt. Danach wurden die Modelle ausgestellt, und ein Planungsworkshop fand mit Eltern und Lehrern statt. Die Ergebnisse aller Bemühungen wurden zusammengetragen und zu einem Plan verarbeitet.

Die Kostenschätzung liegt vor. Wenn wir es schaffen genügend Geld einzuwerben, wollen wir bereits im Oktober 2017 mit dem ersten Umsetzungsschritt beginnen. Die Planung sieht derzeit drei Phasen der Umsetzung vor. Ganz wichtig ist, dass die Umsetzung gemeinsam mit den Schülern, Eltern, Lehrern und auch Schülern aus der benachbarten Schule erfolgt. Natürlich sind für die groben Arbeiten auch Firmen involviert.

Aktuelles

  • Am So, 17.09.2017 großes Open Air Benefizkonzert zugunsten des NaturErlebnisRaum mit Olli Roth, As Far As Low, Used und Dominik Wrana. Mehr lesen...
  • Am Mi, 27.09.2017 ist Info-Abend/Projektvorstellung mit Referentin Fr. Dernbach (Gartengestalterin)
  • Vom 16.10. bis 28.10.2017 sind Projektwochen an der Schule: Erste Gestaltungseinheit des NaturErlebnisRaum Schulgarten

Spenden

Bitte unterstützen Sie unser Projekt mit Ihrer Spende!

VR Bank Rhein-Neckar eG
Verein zur Förderung Junger Menschen Mannheim e.V.
IBAN: DE63  6709  0000  0019  0061  07
SWIFT / BIC: GENODE61MA2