Projekte
An unserer Schule werden fortlaufend Projekte durchgeführt. Einige sind zeitlich begrenzt, andere werden regelmäßig durchgeführt:
An unserer Schule werden fortlaufend Projekte durchgeführt. Einige sind zeitlich begrenzt, andere werden regelmäßig durchgeführt:
Schüler brauchen Orte des Wachsens und Werdens, Erlebens und Entdeckens, des sich Erfahrens – Orte, an denen man Mensch werden kann.
Der unmittelbare Kontakt mit der Natur ist für Kinder und Jugendliche eine solche Wachstums- und Entfaltungsmöglichkeit. Dazu braucht es Sand und Steine, Holz und Wasser und Pflanzen.
Wir wollten ein solches Projekt für Schüler*innen mit erhöhtem Assistenzbedarf umsetzen, gemeinsam mit unseren Schüler*innen, unseren Eltern, Lehrer*innen und Mitarbeitenden, Freunden der Schule sowie Schüler*innen aus der Nachbarschule.
Es sollte ein besonderer Raum rund um die Schule entstehen, der naturnah geplant, gebaut und gepflegt wird – ein NaturErlebnisRaum. Ein Garten, der als Unterrichtsraum genutzt wird und in dem sich unsere Schüler*innen entwickeln und wohlfühlen können.
Unsere Schulgemeinschaft hat im Sommer 2024 den 3. Platz des Klimaheld:innen Wettbewerbs in der Kategorie „klassenübergreifende Projekte“ der Klimaschutzagentur Mannheim erhalten.
Grundlegend auf dem Konzept unseres NaturNahenSchulgartens wurden, im Rahmen unseres diesjährigen Festes im Mai mit Namen “Sommerklang“; die Lebenswelten heimischer Tiere in unserem Schulgarten, durch unsere Schüler:innen erforscht.
Unser Benefitzkonzert war eingebettet in vielfältige pädagogische Angebote, welche im Programm zu finden waren. Zum Auftakt des Festes präsentierte eine Schülergruppe auf der Bühne das Leben der Tierwelt in musikalischer Form. Anschließend wurden geleitete Führungen durch den Garten angeboten. Was kreucht und fleucht in unserem Garten? Zur Beantwortung dieser Frage suchten Schüler:innen mit Hilfe von wunderschön gestalteten, vorgefertigten Bildkarten Tiere der Luft, der Erde, und des Teiches in leibhaftiger Form im Garten. Die gesichteten Tiere wurden gemalt, ausgeschnitten und auf ein, im Foyer hängendes 2 x 1 Meter großes, Plakat geklebt.
Außerdem gab es die Möglichkeit diese aus Knete nachzubilden und mit nach Hause zu nehmen. Diese vielfältigen pädagogischen Angebote vermittelten unseren Schüler:innen einen Bezug zu unserer natürlichen Umwelt. Es ist uns ein Anliegen die Einheit von Natur, Tier und Mensch immer wieder aufzugreifen und zu bearbeiten.
Die Aufführung von Theaterstücken zu den Jahresfesten gehört zum regelmäßen Programm der Klassen 4 bis 8. Selbstbewusstsein, Sprachfähigkeit, Prozessverständnis und andere Kompetenzen werden hier geschult. Zugleich entwickeln die Schüler ein Verhältnis zum Jahreslauf und zum Verlauf der Zeit im Allgemeinen. Ein besonderes Ereignis war das Theaterstück »Wirtshaus im Spessart« aufgeführt durch die Schüler*innen der 8. Klasse.
Immer wieder werden ab der Hauptstufe Kunst-Projekte organisiert und durchgeführt, teilweise auch in Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus dem Mannheimer Umfeld. Die entstandenen Werke wurden anschließend an unterschiedlichen Orten ausgestellt: in der FreiZeitSchule, im »Markthaus« Neckarau, bei Robin Cruso und in den Räumen der Hans Müller-Wiedemann Schule.
Wie gut, dass wir auf einem unserer Spaziergänge Frau Schmitt, der Reittherapeutin von der Reitgemeinschaft Mannheim-Neckarau und ihrem Therapiepferd begegnet sind, denn das war fast Liebe auf den ersten Blick! Seitdem dürfen die Schüler*innen unserer Schule regelmäßig unter ihrer ermutigenden Anleitung bürsten, striegeln, Hufe auskratzen, satteln und endlich aufsitzen: "Boris", "Jerry" und "Manduro" haben ein weiches Fell und sind geduldig, dass selbst ein lauter Freudenruf sie kaum erschrecken kann. Und wie herrlich aufregend ist es, auch einmal im Trab(!) auf ihnen zu reiten - aber gerade sitzen, Beine schließen und sich gut festhalten, das gehört dazu. Mit jedem Mal klappt es besser und wer vorher vielleicht brummig war, steigt lächelnd wieder ab und bedankt sich durch inniges Streicheln und Klopfen.
Bereits bei der Planung unseres NaturErlebnisRaumes Schulgarten war ein schuleigenes Brotbackhäuschen auf dem Gelände vorgesehen. Mittels einer größeren Spende konnte das Projekt nun Gestalt annehmen. Dank vorhandener Erfahrungen mit dem Bau von Backhäuschen entwarfen unsere Werklehrer Herr Zehm und Herr Mayer einen Bauplan und erstellten eine Materialliste. Unser Hausmeister bestellte Backsteine, Schamottsteine, jede Menge Mörtel, Holzbalken und Dachziegel und es fanden mit Schülern der Berufsschulstufe Bauepochen statt: der Untergrund wurde freigeräumt, begradigt, vermessen, betoniert und die ersten Steine für das Brennholzlager wurden gemauert. Über das Projekt Rückenwind gesellte sich mit Herrn Küper ein bis zweimal wöchentlich ein gelernter Ofenbauer zur Bautruppe. Inzwischen ist das Backhaus fertig und mit Unterstützung durch Herrn Küper entstanden noch ein Tisch und eine Sitzbank neben dem Backhaus. Einmal im Monat werden Teige angesetzt und Brote für das Schulfrühstück gebacken. An Festen und anderen besonderen Tage wird zur Freude aller Pizza gebacken.
Heilsam ist nur,
wenn im Spiegel der Menschenseele
sich bildet die ganze Gemeinschaft;
und in der Gemeinschaft
lebet der Einzelseele Kraft.
Rudolf Steiner